Nach Überzeichnung im Juni: Akara Fund startet im November 18. Kapitalerhöhung

08.10.2026


Der Akara Swiss Diversity Property Fund PK, verwaltet von Swiss Prime Site Solutions, will sein Wachstum mit einer weiteren Kapitalerhöhung beschleunigen. Nach der deutlich überzeichneten 17. Kapitalerhöhung im Juni 2026 plant der Immobilienfonds im November seine 18. Kapitalerhöhung. Angestrebt wird eine Kapitalaufnahme im Umfang von CHF 150 bis 200 Millionen. Die Zeichnungsfrist soll voraussichtlich von Mittwoch, 11. November, bis Dienstag, 1. Dezember 2026 dauern, die Liberierung der neuen Fondsanteile ist für Freitag, 11. Dezember 2026 vorgesehen. Die detaillierten Emissionskonditionen werden vor Beginn der Zeichnungsfrist veröffentlicht.

Die neue Kapitalrunde folgt auf ein solides erstes Halbjahr 2026, in dem der Akara Fund nach eigenen Angaben seine stabile Entwicklung bestätigt hat. Der Fonds erzielte in den ersten sechs Monaten eine Anlagerendite von 2,56 Prozent und erhöhte die Mietzinseinnahmen um über 9 Prozent auf rund CHF 54 Millionen. Das Immobilienportfolio wurde durch den gezielten Erwerb von sieben Liegenschaften mit einem Fair Value von rund CHF 288 Millionen ausgebaut. Per 30. Juni 2026 umfasste der Fonds damit insgesamt 150 Liegenschaften mit einem Marktwert von CHF 3,32 Milliarden.

Parallel zum Portfoliowachstum konnte der Fonds die Effizienz seiner Bestände steigern. Sowohl die Brutto- als auch die Nettorendite der fertigen Bauten legten im Berichtszeitraum zu. Gleichzeitig senkte der Akara Fund seine Fremdfinanzierungsquote auf 20,73 Prozent. Damit verschafft sich der Immobilienfonds zusätzlichen Spielraum für weiteres Wachstum, ohne die Verschuldung stark auszuweiten. Die geplante Kapitalerhöhung soll diese Strategie unterstützen und die Basis für eine Fortsetzung des ausgerichteten, nachhaltigen Ausbaus des Portfolios legen.

Die 18. Kapitalerhöhung erfolgt unter Wahrung der Bezugsrechte der bestehenden Anteilinhaber. Sollten nach Ablauf der Bezugsfrist freie Bezugsrechte verbleiben, können auch neue Investoren am Fonds partizipieren. Vor Beginn der Zeichnungsfrist haben Anleger zudem die Möglichkeit, mittels Pre-Commitments ihre Chancen auf eine Zuteilung zu erhöhen. Der Fonds verweist auf eine Projektpipeline im mittleren dreistelligen Millionenbereich bis in die nächste Dekade, für deren Umsetzung die nun geplante Kapitalaufnahme eine zentrale Grundlage bilden soll.

Bundespräsident: Misstrauen in politische Ordnung wächst deutlich

08.10.2026


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen für eine eindringliche Warnung vor der Gefährdung der Demokratie genutzt. In seiner voraussichtlich letzten großen Rede zu diesem Anlass sprach er von einer angefochtenen demokratischen Ordnung und mahnte, radikale Kräfte entschieden abzuwehren. Angesichts wachsender Erfolge populistischer und extremistischer Parteien sieht Steinmeier nicht nur Freiheit und Demokratie, sondern auch die innere Einheit des Landes unter Druck.

Steinmeier verwies darauf, dass inzwischen „ein Viertel und mehr“ der Wähler mit ihrer Entscheidung deutlich machten, dass sie sich von wichtigen Grundentscheidungen der Bundesrepublik abwenden. Diese Entwicklung werde begleitet von „unerträglicher politischer Demagogie“, in der Menschen verhöhnt und bedroht würden. Die Diskreditierung demokratischer Verfahren, die Radikalisierung der Öffentlichkeit und die Diffamierung des Kompromisses seien Warnsignale, die man nicht ignorieren dürfe. Populistische Parteien aller Couleur destabilisierten die parlamentarische Demokratie, sagte er.

Deutliche Kritik übte der Bundespräsident an der Rolle der sozialen Medien. Eine „Flut der Manipulationen und der Lügen“ trage zur „schrillen Emotionalisierung“ des politischen Diskurses bei und befeuere extremistische Tendenzen. Steinmeier forderte, die demokratische Streitkultur zu verteidigen und den Kompromiss wieder als Stärke zu begreifen. Ob die Demokratie in Deutschland einer Entwicklung ähnlich der Weimarer Republik entgegengehe, sei nicht entschieden – man habe es „in der Hand“.

Zugleich erinnerte Steinmeier an die historischen Grundlagen des Feiertags. Vor 36 Jahren sei mit der deutschen Wiedervereinigung eine „tiefe Wunde“ geheilt worden, die das Land zuvor über Jahrzehnte in einem „unnatürlichen Zustand der inneren Spaltung“ gehalten habe. Der Tag der Deutschen Einheit sei Anlass, die erste friedliche Revolution für Freiheit und Demokratie in Deutschland und ihre Protagonisten im Gedächtnis zu behalten. Die Errungenschaften der Einheit dürften von aktuellen Krisen nicht überdeckt werden, mahnte Steinmeier, und rief die Bürger dazu auf, sich aktiv für die liberale Demokratie einzusetzen. Er zeigte sich überzeugt, dass diese den aktuellen Belastungen standhalten könne: „Wir sind so viel stärker, als wir glauben.“