bolttech and Bold Penguin enter global strategic partnership

01.10.2026

Recognized insurtech leaders to develop joint commercial and personal lines offering, serving agents, insurers and embedded partnerships with a seamless digital experience

LAS VEGAS, Oct. 1, 2026 /PRNewswire/ -- Today, award-winning AI-enabled insurance distribution platforms Bold Penguin and bolttech announce a global strategic partnership to create a joint commercial and personal lines offering for agents, insurers and embedded partnerships in the U.S., Europe and Asia. bolttech is a leading global insurtech operating in 39 countries and four continents, focused on innovative and AI-led insurance distribution. Bold Penguin focuses exclusively on commercial lines and operates the premiere distribution network and digital exchange with its advanced technology, innovative partnerships, and digital & AI solutions.

From L to R: Peter B Settel, President and CEO, Bold Penguin and Rob Schimek, Group Chief Executive Officer, bolttech.

The global collaboration will support customers across personal and commercial lines distribution by bringing together complementary capabilities into a unified offering. Joining forces will leverage and accelerate both companies' roadmaps, allowing each to deepen focus on their strengths while enabling customers to take full advantage of the connections and capabilities of the combined platforms.

  • Bold Penguin provides a commercial lines digital exchange, data & AI services through "DeX ai", and an integrated commercial carrier network.
  • bolttech provides access to insurance and protection services across commercial and personal lines, AI-enabled workflows, and global insurance distribution expertise.

Both companies bring unrivaled scale, expertise, innovation and R&D capabilities to the partnership. 

Rob Schimek, Group Chief Executive Officer, bolttech said: "Bold Penguin is the leading commercial insurance distribution platform. Their submission automation, AI-powered underwriting workflows and commercial orchestration platform complement our technology capabilities, personal lines expertise, and insurance ecosystem globally. Together, we can deliver a more seamless, connected insurance experience for distribution partners and customers around the world."

Peter B Settel, President and CEO, Bold Penguin said: "We have great awareness and respect for bolttech's mission to address the global protection gap. The work Rob and team have done leading in embedded distribution and building the most globally scaled insurtech make them the perfect partner for us to join with and offer our shared customers truly unique options and solutions. While we expand globally, we will also now offer Bold Penguin's US customers bolt's personal lines solutions through a single interface."

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About Bold Penguin

Bold Penguin is a leading integrated digital solution platform dedicated to simplifying commercial insurance. Our technology makes the quote and bind process quick, effortless, and profitable for all parties - agents, brokers, and carriers. Bold Penguin's innovative product suite has digitized and transformed a slow, manual process resulting in reduced costs, increased efficiency, and better overall outcomes. 

For more information, please contact us or visit www.boldpenguin.com

About bolttech

bolttech is a global insurtech with a mission to build the world's leading, technology-enabled ecosystem for protection and insurance. bolttech serves customers in 39 markets across Asia, Europe, North America, and Africa.

With a full suite of digital and data-driven capabilities, bolttech powers connections between insurers, distributors, and customers to make it easier and more efficient to buy and sell insurance and protection products.

For more information, please visit www.bolttech.io.

For more information about bolttech in North America (bolt), visit https://boltinc.com/ 

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AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.