MUMBAI, Indien, 15. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Colt Data Centre Services (Colt DCS), ein globaler Anbieter von KI-fähigen Hyperscale- und Großunternehmens-Rechenzentren, und RMZ, Indiens größte Plattform für Sachwerte in Privatbesitz, gaben heute den Baubeginn für ihr drittes Rechenzentrum in der Stadt (Mumbai 3) bekannt. Dabei handelt es sich um eine KI-fähige Anlage auf dem „Navi Mumbai Campus" des Betreibers, die nach ihrer Fertigstellung eine Leistung von 64 MW bereitstellen wird.

Mumbai 3 wird im Rahmen des 2024 angekündigten Joint Ventures (JV) von Colt DCS und RMZ entwickelt, das Investitionen in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar in den indischen Rechenzentrumsmarkt vorsieht. Die Arbeiten zur Geländevorbereitung begannen im Dezember 2025; die eigentliche Bauphase ist nun angelaufen, nachdem der erste Hyperscale-Kunde für den Standort unter Vertrag genommen wurde. Dieses Projekt ist ein Meilenstein, der das rasante Wachstum des Joint Ventures innerhalb von nur 18 Monaten nach Vertragsunterzeichnung unterstreicht.
„Die Anforderungen an Rechenzentren wandeln sich rasant: Kunden benötigen zunehmend umfangreichere Bereitstellungen, höhere Rack-Dichten sowie eine Infrastruktur, die auch extrem rechenintensive KI-Workloads bewältigen kann. Der Standort Mumbai 3 ist darauf ausgelegt, diesen Anforderungen gerecht zu werden und unseren Campus in Navi Mumbai als skalierbare, zukunftssichere Plattform für digitale Infrastruktur weiter zu stärken. Die Anlage wurde konsequent auf KI-Tauglichkeit hin entwickelt und verfügt über fortschrittliche Kühltechnologien – darunter Flüssigkeitskühlung – sowie eine leistungsstarke Energieinfrastruktur für hochverdichtete IT-Umgebungen. Dies ermöglicht es Kunden, KI- und High-Performance-Computing-Workloads der nächsten Generation effizient zu skalieren und dabei gleichzeitig die Betriebssicherheit und Effizienz zu wahren", erklärte Pratap Mane, Country Head DCS, Indien.
„Die nächste Welle des digitalen Wachstums wird von einer Infrastruktur getragen, die Skalierbarkeit, Resilienz und eine schnelle Markteinführung vereint. Mit ‚Mumbai 3' entwickeln wir einen zukunftsfähigen Campus, der es Hyperscalern und Neo-Cloud-Anbietern ermöglicht, nahtlos zu skalieren, während sich ihr Kapazitäts- und Rechenbedarf weiterentwickelt. Diese Investition unterstreicht unser Engagement für den Aufbau fortschrittlicher Rechenzentrums- und KI-Infrastrukturen, die globale Standards erfüllen und die sich rasch wandelnden Anforderungen der digitalen Wirtschaft unterstützen", sagte Deepak Chhabria, President von RMZ Digital Infrastructure.
Mumbai 3 reagiert auf die wachsende Nachfrage nach KI-fähigen Rechenzentrumskapazitäten in der Region, in der die rasche Einführung von KI den Bedarf an umfangreicheren Installationen, höheren Rack-Dichten und mehr Leistungskapazität steigert. Da das Rechenzentrum bereits vollständig vorvermietet ist, stellt das Projekt wichtige KI-fähige Kapazitäten für den Markt in Mumbai bereit und unterstreicht zugleich das Engagement von Colt DCS und RMZ für die wachsende digitale Infrastruktur Indiens.
Mumbai 3 ergänzt die bestehenden Rechenzentren Mumbai 1 und Mumbai 2 auf dem Campus in Navi Mumbai, der derzeit große Unternehmens- und Cloud-Workloads unterstützt. Der Campus bietet bei vollständigem Ausbau ein Kapazitätspotenzial von bis zu 148 MW; mit der Fertigstellung von Mumbai 3 wird die Betriebskapazität des Standorts auf 86 MW steigen.
Für KI-Bereitstellungen konzipiert
Mumbai 3 wurde speziell für die Unterstützung von KI-Workloads und Rechenkapazitäten mit hoher Leistungsdichte entwickelt. Die Anlage stellt eine gesicherte vertragliche Leistung von 64 MW bereit und nutzt eine hybride Kühlarchitektur, die herkömmliche Luftkühlung mit direkter Flüssigkeitskühlung auf Chipebene (Direct-to-Chip) kombiniert. Zudem profitiert der Standort von einem eigenen 220-kV-GIS-Umspannwerk auf dem Campus, das ein hohes Maß an Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit gewährleistet, sowie von einer betreiberneutralen Anbindung mit Zugang zu leistungsstarken Glasfaserstrecken.
Nachhaltiges Design und Schaffung lokaler Chancen
Nachhaltigkeit und eine langfristige positive Wirkung auf das lokale Umfeld standen bei der Entwicklung von „Mumbai 3" im Mittelpunkt. Die Anlage wird zu 100 % mit erneuerbarer Energie betrieben und verfügt über ein geschlossenes Kühlsystem, wodurch im Kühlprozess nahezu kein Abwasser anfällt. Neben der ökologischen Ausrichtung wird das Projekt voraussichtlich mehr als 700 Arbeitsplätze in der Bau- und Betriebsphase schaffen und dabei lokale Zulieferer, Auftragnehmer sowie Dienstleister unterstützen. Diese Initiativen spiegeln das gemeinsame Engagement von Colt DCS und RMZ wider, nachhaltige digitale Infrastrukturen bereitzustellen, die einen dauerhaften Mehrwert für die lokalen Gemeinschaften und die gesamte Region schaffen.
Im Rahmen des Joint Ventures haben sich beide Unternehmen verpflichtet, Rechenzentrumskapazitäten von insgesamt 250 MW an den Standorten Mumbai und Chennai zu entwickeln. Die Partnerschaft vereint die weltweite Expertise von Colt DCS im Bereich Rechenzentren mit der mehr als zwanzigjährigen Erfahrung von RMZ in der Entwicklung, dem Besitz und dem Betrieb hochwertiger Infrastruktur auf dem indischen Markt.
Über Colt DCS:
Wir planen, bauen und betreiben Rechenzentren für globale Hyperscaler und Großunternehmen.
Unser weltweites Portfolio umfasst 15 in Betrieb befindliche Rechenzentren sowie 12 weitere Standorte in der Entwicklung, verteilt auf neun Städte in Großbritannien, Europa und der APAC-Region.
Wir ermöglichen unseren Kunden eine effektive Wachstumsplanung und geben ihnen gleichzeitig Sicherheit. Wir stellen eine sichere, ausfallsichere und hervorragend vernetzte Infrastruktur bereit, die Raum für geplante Kapazitätserweiterungen in der Zukunft bietet. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Rechenzentrumsbranche setzen wir unsere Vision um, der vertrauenswürdigste und kundenorientierteste Rechenzentrumsbetreiber am Markt zu sein.
Umweltschutz steht im Mittelpunkt unseres Handelns, da wir dies als grundlegende Verantwortung gegenüber unserem Planeten betrachten. Deshalb übernehmen wir aktiv Verantwortung dafür, unsere Umweltauswirkungen weltweit zu reduzieren und Nachhaltigkeit zu einem zentralen strategischen Faktor zu machen. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie hat sich Colt DCS umfassende, kurz- und langfristige „Science Based Targets" (wissenschaftsbasierte Klimaziele) gesetzt, um die Emissionen im Einklang mit dem aktuellen Net-Zero-Standard der SBTi zu senken.
https://www.coltdatacentres.net/de-DE
Über RMZ:
RMZ ist Indiens größte privat geführte Plattform für Sachwerte, die in sechs indischen Städten Sachwerte und privates Kapital zusammenführt. RMZ entwickelt, besitzt und betreibt gemischt genutzte Ökosysteme (sogenannte GCC-Ökosysteme), die weltweit führenden Großunternehmen (Blue-Chip-Unternehmen) als Standort dienen. Die KI- und Dateninfrastruktur des Unternehmens unterstützt die digitale Wirtschaft in den wichtigsten Märkten Indiens. Die Angebote in den Bereichen Gastgewerbe, Einzelhandel und Wohnen setzen Maßstäbe für Luxus und gehobenen Lebensstil. Über seinen Geschäftsbereich für privates Kapital baut und betreibt RMZ Unternehmen in den Sektoren Verbrauchermarken, Sport, Medien und Unterhaltung sowie Rechenleistung (Compute). RMZ genießt das Vertrauen weltweit führender Staatsfonds, Pensionskassen sowie Verwalter alternativer Anlagen und ist auf langfristige Wertschöpfung über Jahrzehnte hinweg ausgerichtet. Die 2002 von Raj Menda und Manoj Menda gegründete Gruppe hat ihren Hauptsitz in Bengaluru.

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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.