WIEN, 15. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Im Rahmen des Global Ultra-Broadband Forum (UBBF) 2026 fand der Net5.5G Intelligent IP Network Summit erfolgreich statt. Unter dem Motto „Sicherheit und Ausfallsicherheit für Netzwerke, intelligentes neues Wachstum für Netzbetreiber" stellte GSMA Intelligence sein neu veröffentlichtes Whitepaper zur Cybersicherheit erstmals weltweit vor. Die ITU-T SG13 startete gemeinsam mit der WBBA eine gemeinsame Initiative, in der globale Netzbetreiber dazu aufgerufen wurden, eine sichere und ausfallsichere Netzwerkbasis aufzubauen und gleichzeitig KI für neue Geschäftsmodelle zur Monetarisierung zu nutzen, um aufkommende Sicherheitsrisiken im KI-Zeitalter wirksam zu mindern.
Auf dem Gipfel gaben Vertreter von ITU-T SG13 und AV-TEST Einblicke in die sich wandelnde Bedrohungslandschaft im Zuge der KI-Welle. Sie betonten, dass KI das Ausmaß von Angriffen beschleunigt und verstärkt habe und damit das traditionelle Gleichgewicht zwischen offensiver und defensiver Sicherheit durchbrochen habe. Sicherheit und Ausfallsicherheit müssen daher als strategische Notwendigkeit in den Vordergrund gerückt und von Grund auf in die Netzwerkarchitektur integriert werden.
GSMA Intelligence stellte sein Whitepaper „Eine Zielarchitektur für Cybersicherheit in der Telekommunikation" vor und hob dabei zwei Kernsäulen hervor, die für moderne Telekommunikationsnetze unerlässlich sind: Erstens betont „Native Security", dass Sicherheit von der Konzeption und Produktion bis hin zur Bereitstellung und zum Betrieb in die Netzwerkelemente eingebettet sein sollte; zweitens bietet „In-Depth Defense" einen mehrschichtigen, domänenbasierten Schutz vor komplexen und hartnäckigen Bedrohungen. Darüber hinaus enthält das Whitepaper eine zukunftsorientierte Warnung vor Entschlüsselungsbedrohungen durch Quantencomputer – wobei darauf hingewiesen wird, dass böswillige Akteure verschlüsselte Daten sammeln und speichern, um sie später zu entschlüsseln. Netzbetreiber müssen daher neue kryptografische Algorithmen und Cybersicherheitsmaßnahmen einführen, die Widerstandsfähigkeit gegen zukünftige Angriffe durch Quantencomputer bieten.
Als Reaktion darauf haben die ITU-T SG13 und die WBBA gemeinsam die Initiative „Build Resilient, Secure IP Networks Together" ins Leben gerufen, um globale Netzbetreiber dazu zu ermutigen, die Netzwerksicherheit und -resilienz zu verbessern und so eine hohe Zuverlässigkeit und Kontinuität der Dienste im Zeitalter der KI zu gewährleisten.
Angesichts dieser Herausforderungen stellte Leon Wang, Präsident der Produktlinie für Datenkommunikation bei Huawei, fest, dass sich KI von einem Effizienzwerkzeug zu einem Motor für die Monetarisierung von Netzwerken entwickelt habe, und fügte hinzu, dass nachhaltiges Wachstum eine sichere, widerstandsfähige Grundlage erfordere. John Cai, Vice President der Produktlinie für Datenkommunikation bei Huawei, stellte anschließend die weiterentwickelte Huawei NG-WAN-Lösung im Detail vor.
Darüber hinaus stellten Führungskräfte führender globaler Netzbetreiber ihre strategischen Roadmaps und innovativen Praktiken in den Bereichen Netzwerksicherheit, Widerstandsfähigkeit und autonomes Netzwerken vor. Der Präsident des IPv6-Forums überreichte Auszeichnungen an herausragende Vertreter von Netzbetreibern und ehrte die ägyptische Nationale Telekommunikationsregulierungsbehörde (NTRA) mit dem Preis „Pionier der nationalen Politik zur Netzresilienz". Unter Berufung auf Ing. Shamroukh, den geschäftsführenden Präsidenten und CEO der NTRA, sei diese Auszeichnung eine Anerkennung für „die herausragenden Bemühungen beim Aufbau resilienter und sicherer IP-Netze sowie bei der Förderung von Initiativen zur Online-Sicherheit von Kindern". Diese Auszeichnungen bekräftigten den Konsens der Branche, „die Dienstkontinuität durch Sicherheit und Resilienz zu gewährleisten und das Geschäftswachstum durch Netzwerkintelligenz voranzutreiben".
Der Erfolg dieses Gipfels zeigt nicht nur einen klaren Entwicklungsweg für die Netzwerksicherheit im Zeitalter der KI auf, sondern signalisiert auch, dass globale Telekommunikationsnetze mit großen Schritten in eine neue intelligente Ära vorstoßen, die durch hohe Qualität, hohe Sicherheit und hohe Resilienz gekennzeichnet ist.
Im Magdeburger Landtag steht ein Einschnitt in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte bevor: Erstmals könnte ein Abgeordneter der AfD das Amt des Landtagspräsidenten übernehmen. Der 35-jährige Tobias Rausch, seit 2016 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und Generalsekretär der AfD im Bundesland, geht mit einer komfortablen Mehrheit in die konstituierende Sitzung. Nach ihrem klaren Wahlsieg stellt die AfD künftig 39 der 83 Abgeordneten und ist damit die mit Abstand stärkste Fraktion.
Den entscheidenden Schub liefert das Bündnis mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die fünf BSW-Abgeordneten wollen geschlossen für Rausch stimmen und kommen gemeinsam mit der AfD auf 44 Stimmen. BSW-Fraktionschef Thomas Schulze verweist auf parlamentarische Gepflogenheiten: Als stärkste Fraktion habe die AfD laut Geschäftsordnung Anspruch auf den Vorsitz im Parlament. Eine politische Blockbildung gegen die AfD lehnt Schulze ab und präsentiert die Zustimmung zur Wahl des Landtagspräsidenten als Signal eines „neuen Politikstils“.
Die übrigen Fraktionen reagieren gespalten. CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen zusammen ebenfalls über 39 Mandate, treten aber nicht geschlossen gegen die AfD an. Die CDU hat angekündigt, sich bei der Wahl zu enthalten – Enthaltungen zählen in diesem Verfahren nicht als abgegebene Stimmen. SPD, Grüne und Linke wollen gegen Rausch stimmen. Spannend bleibt damit vor allem die Frage, ob der AfD-Kandidat über die absehbaren 44 Ja-Stimmen hinaus zusätzliche Unterstützung erhält. Vor der geheimen Abstimmung spekulieren die Lager bereits über mögliche Abweichler; aus der AfD-Spitze heißt es, zusätzliche Stimmen könnten auch aus dem Kreis der erklärten Gegner stammen.
Parallel zur Präsidentenwahl testet die AfD aus, wie weit ihr neuer Einfluss im Landtag reicht. Die Fraktion will die Geschäftsordnung ändern, um neben dem Präsidenten auch einen der drei Vizepräsidentenposten zu besetzen – vorgesehen ist der Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. In der Vergangenheit sorgten seine Beiträge zur Bildungs- und Kulturpolitik regelmäßig für Kritik in anderen Fraktionen, die den Personalvorschlag daher als Provokation werten dürften. Ob das BSW diese Personalie ebenso mitträgt wie die Wahl von Rausch, ist bislang offen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen wird die erste Sitzung des neu gewählten Landtags damit zum Testfall für künftige Zusammenarbeit und Machtarithmetik in Sachsen-Anhalt.