Ribo reicht einen Antrag auf eine europäische klinische Studie der Phase I für die gegen INHBE gerichtete siRNA RBD3133 ein

08.10.2026

SUZHOU, China und MÖLNDAL, Schweden, 9. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Suzhou Ribo Life Science (06938.HK) und seine Tochtergesellschaft Ribocure Pharmaceuticals AB (zusammen als „Ribo" bezeichnet) gaben bekannt, dass sie in der EU erfolgreich einen Antrag auf Durchführung einer klinischen Phase-I-Studie (CTA) für RBD3133 eingereicht haben, ein neuartiges siRNA-Therapeutikum, das auf INHBE (Inhibin-Untereinheit Beta E) abzielt und für das Übergewicht und Adipositas als künftige therapeutische Indikationen vorgesehen sind.

Adipositas hat sich zu einer der weltweit größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit entwickelt; sie betrifft weltweit mehr als eine Milliarde Menschen und trägt erheblich zur Belastung durch Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere mit Adipositas verbundene Begleiterkrankungen bei. Trotz jüngster Fortschritte bei der Behandlung von Adipositas besteht nach wie vor ein erheblicher Bedarf an innovativen Therapien, die auf die zugrunde liegenden biologischen Mechanismen der Stoffwechselstörung abzielen und einen dauerhaften klinischen Nutzen bieten.

RBD3133 wurde entwickelt, um INHBE – ein Gen, das für das Protein Activin E kodiert – selektiv zu inaktivieren. Genetische Studien am Menschen haben gezeigt, dass Personen, die natürlich vorkommende Funktionsverlust-Varianten im INHBE-Gen tragen, eine gesündere Fettverteilung, verbesserte Stoffwechselparameter sowie ein geringeres geschätztes Risiko für koronare Herzkrankheiten und Typ-2-Diabetes aufweisen. Diese Ergebnisse untermauern die Bedeutung von INHBE als vielversprechendes therapeutisches Zielmolekül für Adipositas und damit verbundene Stoffwechselerkrankungen.

Die Phase-I-Studie ist eine randomisierte, placebokontrollierte Studie, die darauf ausgelegt ist, die Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von subkutan verabreichtem RBD3133 bei Teilnehmern mit Übergewicht oder Adipositas zu bewerten. Die Studie wird die erste Bewertung von RBD3133 am Menschen liefern und die Grundlage für die weitere klinische Entwicklung schaffen.

„Diese Einreichung des CTA-Antrags stellt einen weiteren deutlichen Fortschritt für unsere kardiometabolische Pipeline dar und unterstreicht unsere Fähigkeit, überzeugende Erkenntnisse aus der Humangenetik in innovative RNAi-Medikamente umzusetzen", erklärte Dr. Anders Gabrielsen, Chief Medical Officer von Ribo.

RBD3133 stellt einen entscheidenden Meilenstein im siRNA-Entwicklungsportfolio von Ribo im Bereich der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen dar und ist dazu bestimmt, als Eckpfeiler bei der Behandlung von durch Gewichtsverlust bedingten Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen zu dienen. Als Ribos erster Wirkstoffkandidat im Therapiebereich Adipositas spiegelt RBD3133 den strategischen Fokus des Unternehmens auf die Entwicklung innovativer Medikamente für große Patientengruppen mit erheblichem ungedecktem medizinischem Bedarf wider.

Informationen zu Suzhou Ribo Life Science Co. Ltd. und Ribocure Pharmaceuticals AB

Suzhou Ribo Life Science Co. Ltd. (Ribo, 06938.HK) ist ein weltweit tätiges biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Therapeutika auf Basis kleiner interferierender RNA (siRNA) spezialisiert hat. Gestützt auf seine vertikal integrierten Technologieplattformen hat Ribo eine starke und differenzierte Produktpipeline aufgebaut, die auf wichtige Krankheitsbereiche wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie Leber- und Nierenerkrankungen usw. ausgerichtet ist. Durch kontinuierliche Innovation setzt sich Ribo dafür ein, Patienten weltweit revolutionäre siRNA-Behandlungslösungen zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen finden Sie unter www.ribolia.com.

Als ausländische Tochtergesellschaft von Suzhou Ribo Life Science widmet sich Ribocure Pharmaceuticals AB (Ribocure) der globalen Entwicklung lebensrettender Oligonukleotid-Therapien, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Wirkstoffen und der Pipeline sowie auf neuen Zielideen und dem Aufbau innovativer Kapazitäten zur Durchführung klinischer Studien und zur Entwicklung von siRNA-Medikamenten liegt, um weltweit echte ungedeckte medizinische Bedürfnisse zu decken. Weitere Informationen finden Sie unter www.ribocure.com.

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Wissenschaftspakt zahlt sich aus: Rhein-Main- und Ruhr-Verbund rücken auf

08.10.2026

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellt die Weichen für die nächste Förderperiode – und verschiebt die Gewichte im deutschen Wissenschaftssystem. Zu den bundesweit fünf neuen Exzellenzstandorten gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) durchgesetzt haben. Ebenfalls erfolgreich waren in Nordrhein-Westfalen die Universität zu Köln sowie der Verbund Ruhr Innovation Lab aus TU Dortmund und Ruhr-Universität Bochum.

Für Hessen ist die Entscheidung ein Durchbruch: Erstmals tragen Universitäten des Landes ab 2027 den Titel „Exzellenzuniversität“. Die RMU-Allianz erhält nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums über sieben Jahre eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro, finanziert zu 75 Prozent vom Bund. Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von den ersten Exzellenzunis in Hessen und zugleich vom ersten länderübergreifenden Verbund in der Exzellenzstrategie. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnet den Titel als Meilenstein für die Forschungslandschaft des Landes. Ein mittelhessischer Verbund aus den Universitäten Gießen und Marburg blieb im Wettbewerb dagegen ohne Erfolg.

Auch Nordrhein-Westfalen stärkt seine Rolle als Hochburg der Spitzenforschung. Neben der Universität Köln, die den begehrten Status nach einer früheren Förderphase von 2012 bis 2019 zurückerhält, steigt der Verbund aus TU Dortmund und Ruhr-Uni Bochum als Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzuniversitäten auf. Nach Angaben des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums baut das Land damit seine Führungsposition aus. Die Universität Bonn und die RWTH Aachen hatten ihren Exzellenzstatus bereits im Frühjahr verteidigt, sodass NRW künftig mit vier Standorten vertreten ist. Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet dies insbesondere als Signal für die internationale Sichtbarkeit des Ruhrgebiets als Wissenschafts- und Innovationsstandort.

In Bonn gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) neben den Standorten in Hessen und NRW auch die Universitäten Freiburg und Jena als neue Exzellenzunis bekannt. Für Einzeluniversitäten sieht das Programm Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr vor, bei Verbünden wie der Rhein-Main-Allianz oder dem Ruhr Innovation Lab können es bis zu 28 Millionen Euro sein. Damit wächst die Riege der Exzellenzuniversitäten, deren bisher neun Standorte – darunter Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie die Berlin University Alliance – ihre Förderung bereits im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert hatten. Der Titel ist jeweils an regelmäßige Überprüfungen der Fördervoraussetzungen geknüpft.