Shanghai Electric sichert sich ersten Auftrag für eine Schwerlast-Gasturbine im Ausland für ein 500-MW-Projekt in Malaysia

14.09.2026

SHANGHAI,/PRNewswire/ -- Shanghai Electric (SEHK: 02727, SSE: 601727) hat mit dem Zuschlag für Block 3 des Sarawak-Samalaju-Gas- und Dampfturbinenkraftwerksprojekts (CCGT) in Malaysia einen Meilenstein im High-End-Energiesektor im Ausland erreicht. Dieser Auftrag stellt eine bedeutende internationale Anerkennung der Hochleistungs-Gasturbinentechnologie von Shanghai Electric dar und unterstreicht die wachsende Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf dem globalen Gasturbinenmarkt.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Shanghai Electric eine vollständige EPC-Schlüsselfertiglösung für das gasbefeuerte Kraftwerk liefern, verbunden mit einem 25-jährigen langfristigen Wartungsvertrag (LTSA), der alle wichtigen Anlagenkomponenten abdeckt. Insbesondere werden alle Kernkomponenten – von Gasturbinen und Dampfturbinen bis hin zu Generatoren, Abhitzedampferzeugern und luftgekühlten Systemen – von Shanghai Electric im eigenen Haus gefertigt; das Unternehmen wird zudem als alleiniger Anbieter des langfristigen Wartungs- und Serviceprogramms fungieren. Diese integrierte End-to-End-Kompetenz ermöglicht Shanghai Electric eine lückenlose Abdeckung des gesamten Lebenszyklus, die von der Anlagenfertigung über die Systemintegration bis hin zur jahrzehntelangen Betriebsunterstützung reicht – ein vertikales Modell, das das Unternehmen auf Augenhöhe mit den etablierten globalen Marktführern im Bereich der Hochleistungs-Gasturbinen bringt.

Das aktuelle Angebot an Hochleistungs-Gasturbinen von Shanghai Electric umfasst zwei Hauptmodelle mit Nennleistungen von 300 MW bzw. 78 MW. Bis heute hat das Unternehmen 103 Einheiten ausgeliefert, wobei die installierte Gesamtleistung der in Betrieb genommenen Projekte 21.000 MW übersteigt. Die Einheiten, die unter die langfristigen Service- und Wartungsprogramme von Shanghai Electric fallen, haben mehr als 1,3 Millionen Betriebsstunden absolviert. Dank solider Produktionskapazitäten in beiden Turbinenklassen ist Shanghai Electric in der Lage, bereits ab 2028 neue Einheiten zur Auslieferung anzubieten. Neben dem malaysischen Energieentwickler, der den aktuellen Auftrag erteilt hat, haben auch Projektentwickler in Indonesien, Thailand, den Philippinen und Vietnam großes Interesse an der Erteilung von Aufträgen bekundet.

 

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Antisemitismus-Debatte nach ZDF-Sendung: Anwalt spricht von „Falschbehauptung des Innenministers“

08.10.2026

Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp geht juristisch gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor. Eralp und ihr Berliner Landesverband haben nach Angaben ihres Rechtsbeistands Strafanzeige beziehungsweise Strafantrag gegen den Minister gestellt. Hintergrund ist eine Passage in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“, in der sich die Moderatorin versprochen und Eralp in einem Satz fälschlich als Antisemitin bezeichnet hatte, bevor sie sich sofort korrigierte. Dobrindt kommentierte diese Szene mit den Worten „Na doch“.

Aus Sicht des von Eralp mandatierten Anwalts Jasper Prigge macht sich der Minister damit den Versprecher der Moderatorin zu eigen. In einem Schriftsatz, der mehreren Medien vorliegt, heißt es, Dobrindt stelle durch seine Einlassung eine Tatsachenbehauptung auf, die den Tatbestand der üblen Nachrede erfülle. Zudem liege eine Beleidigung vor, weil die Bezeichnung als Antisemitin „in erheblichem Maße ehrabträglich“ sei. Eralp habe sich nach Darstellung ihres Anwalts selbst nie in einer Weise geäußert, die als antisemitisch zu bezeichnen wäre, vielmehr trete sie öffentlich für den Schutz jüdischen Lebens ein.

Der Anwalt spricht von einer „Falschbehauptung des Innenministers“. Die Äußerung im Fernsehen sei geeignet, das öffentliche Wirken der Berliner Spitzenpolitikerin erheblich zu erschweren. In dem Schriftsatz wird darauf verwiesen, dass die Verbreitung des Eindrucks, Eralp würde selbst sagen, sie sei Antisemitin, ihre Integrität als politische Amtsträgerin infrage stellen und damit auch Auswirkungen auf politische Prozesse in Berlin haben könne. Eralp ist Spitzenkandidatin der Linken für das Rote Rathaus.

Die Auseinandersetzung hatte sich in der ZDF-Sendung an einem Schlagabtausch zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek entzündet. Während der Debatte unterlief Moderatorin Maybrit Illner der Versprecher, sie korrigierte sich jedoch unmittelbar mit dem Hinweis, Eralp sei „keine Antisemitin“. Dobrindts anschließender Kommentar bildet nun den Kern des juristischen Streits. Zu möglichen weiteren Schritten der Strafverfolgungsbehörden und einer Reaktion des Bundesinnenministers lagen zunächst keine näheren Angaben vor.