SIBIONICS präsentiert den GS3 in Melbourne und treibt damit eine effizientere, KI-gestützte Glukoseüberwachung voran

31.08.2026

MELBOURNE, Australien, 31. August 2026 /PRNewswire/ -- SIBIONICS präsentierte seine Sensorinnovation und die KI-gestützte Glukoseüberwachung auf dem gemeinsamen Kongress von IDF-WPR, ADC und Metabolic Diseases 2026, der vom 18. bis 21. August in Melbourne stattfand. Durch den Stand Nr. 1, ein wissenschaftliches Symposium und Interviews vor Ort mit zertifizierten Diabetesberatern (CDEs) führte das Unternehmen fortschrittliche Technologie, klinische Evidenz und Perspektiven aus der Praxis zusammen.

Die technologische Geschichte hinter dem GS3 reicht weit über die Glukoseüberwachung hinaus. Die Arbeit von SIBIONICS im Bereich der Gehirn-Computer-Schnittstellen umfasst eine Netzhautprothese, die darauf ausgelegt ist, Menschen mit schwerem Sehverlust infolge degenerativer Erkrankungen der äußeren Netzhaut – wie etwa Retinitis pigmentosa – eine eingeschränkte visuelle Wahrnehmung zu ermöglichen. Diese äußerst komplexen Systeme erfordern eine präzise, stabile Biosensorik und eine robuste Signalverarbeitung. SIBIONICS hat diese hochspezialisierte Technik in eine breiter zugängliche Medizintechnik umgesetzt: kontinuierliche Glukoseüberwachung. Dieselbe Plattformfunktion unterstützt nun den GS3 – einen ab Werk kalibrierten 14-Tage-CGM-Sensor mit einem Profil von 2,9 mm, der für eine zuverlässige Überwachung bei geringer Belastung für den Anwender entwickelt wurde.

Auf dem Symposium „Beyond Glucose: The Integrated Future of CGM, CKM, and AI in Diabetes", das gemeinsam von SIBIONICS und Air Liquide Healthcare ausgerichtet wurde und dessen Sitzungsvorsitzender Professor Sofianos Andrikopoulos, Vorstandsvorsitzender der Australian Diabetes Society, war, wurden drei Perspektiven zusammengebracht. Professor David O'Neal von der Universität Melbourne und stellvertretender Direktor des Australian Centre for Accelerating Diabetes Innovations hat die neuesten klinischen Erkenntnisse zur kontinuierlichen Glukose- und Ketonüberwachung ausgewertet. Shannon Lin, außerordentliche Professorin und Spezialistin für Diabetes und Ernährung an der University of Technology Sydney, untersuchte, wie CGM über die bloße Datentransparenz hinaus zu einer personalisierten, vorausschauenden und umsetzbaren Unterstützung führen kann. Professor Wei Qiang, stellvertretender Chefarzt und stellvertretender Direktor der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel am Ersten Angeschlossenen Krankenhaus der Xi'an Jiaotong University, skizzierte ein integriertes, KI-gestütztes Ökosystem, das zuverlässige Sensorik, Kontext und Lernen miteinander verbindet.

Während des gesamten Kongresses besuchten Ärzte und Diabetesberater den Stand von SIBIONICS, um GS3 kennenzulernen und dessen Funktionen zum Glukosemangement zu erörtern. In anonymisierten Interviews beschrieben die Diabetesberater den Sensor als klein, leicht, bequem und einfach einzurichten. Sie sahen besonderes Potenzial in der KI-gestützten Erkennung von Glukosespitzen, der vereinfachten Protokollierung von Mahlzeiten und der Lebensmittelanalyse, die Glukosetrends mit dem Mahlzeitkontext verknüpft. Ihr Feedback unterstrich zudem die Bedeutung von Personalisierung, klaren Kohlenhydratschätzungen und klinisch nützlichen Ereigniszeitachsen – was bekräftigt, dass KI die Aufklärung und Entscheidungsunterstützung erweitern, nicht aber die professionelle Versorgung ersetzen sollte.

Mit Blick auf die Zukunft plant SIBIONICS, seine Sensorplattform mit kontinuierlicher Ketonüberwachung, Insulinabgabe, KI und anderen Diabetes-Technologien zu integrieren. Das Ziel ist ein umfassenderes, zuverlässiges und effizientes Ökosystem, das den Weg von den Daten zum Verständnis – und vom Verständnis zum Handeln – verkürzt.

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Streit um unbegrenzte Datentarife: Oberverwaltungsgericht kassiert Kölner Urteil

15.06.2026

Im Streit um die Behandlung sogenannter Heavy User im Mobilfunk hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) die Bundesnetzagentur vorläufig in die Schranken gewiesen. Die Bonner Aufsichtsbehörde hatte einem bundesweit tätigen Mobilfunkanbieter untersagt, Kunden mit unbegrenztem oder sehr großem Datenvolumen bei überlasteten Funkzellen mit geringerer Priorität zu bedienen. Diese Form der sogenannten Depriorisierung darf nach der einstweiligen OVG-Entscheidung vorerst weiter angewendet werden. Der Beschluss im Eilverfahren ist nicht anfechtbar.

Nach Auffassung des 13. Senats ist derzeit offen, ob die entsprechende Vertragsklausel des Anbieters mit europäischem Recht vereinbar ist. Im Kern geht es um die Frage, ob eine nachrangige Behandlung von Vielnutzern eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung von Kunden darstellt. Bevor in der Hauptsache entschieden wird, will das OVG Münster den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Vorabentscheidung bitten. Damit wird der Konflikt um Datenpriorisierung und Netzmanagement auf die europäische Ebene verlagert.

Gegenstand des Verfahrens ist insbesondere, ob der Datentransport datenintensiver Anwendungen wie hochauflösendem Videostreaming während einer Netzüberlastung eingeschränkt oder verlangsamt werden darf. Der betroffene Mobilfunkanbieter sieht dies in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, um Kapazitäten in ausgelasteten Funkzellen zu steuern. Die Bundesnetzagentur hatte angeordnet, dass diese Klausel nicht umgesetzt werden darf und damit faktisch einen Riegel vor entsprechende Maßnahmen gegen Heavy User geschoben.

In der Vorinstanz hatte sich die Bundesnetzagentur noch durchgesetzt: Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Position der Behörde bestätigt. Das OVG änderte diese Entscheidung nun (Az. 13 B 1232/25) und gab dem Anbieter im Eilverfahren Recht. Mit der geplanten Vorlage an den EuGH dürfte der Fall Signalwirkung für die Auslegung europäischer Vorgaben zur Gleichbehandlung von Internetverkehr und zu den Spielräumen der Netzbetreiber beim Umgang mit stark belasteten Mobilfunkzellen entfalten.