Die Kunststoffmaterialien von SK chemicals haben eine Bestätigung ihrer Eignung als Ausgangsmaterial für Recyclingprozesse in Europa erhalten.
SEOUL, Südkorea, 26. Mai 2026 /PRNewswire/ -- SK chemicals gab am 26. Mai bekannt, dass sein Copolyester ECOTRIA CLARO sowie die PET-basierte Produktfamilie SKYPET von RecyClass, einer europäischen Bewertungsstelle für Recyclingfähigkeit, als innerhalb des PET-Recyclingstroms recycelbar anerkannt wurden.

RecyClass ist eine gemeinnützige, branchenübergreifende Initiative zur Förderung der Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe in Europa. Die Organisation betreibt ein strukturiertes Rahmenwerk zur Bewertung und Zertifizierung der Recyclingfähigkeit von Kunststoffmaterialien gemäß festgelegten Bewertungsprotokollen und Designrichtlinien.
Im Rahmen des RecyClass-Systems erhielt SK chemicals die sogenannte Technology Approval (TA), eine Bewertung, die bestätigt, dass ein Material in tatsächlichen Recyclingprozessen zuverlässig als recycelter Rohstoff eingesetzt werden kann, ohne bestehende Abläufe zu beeinträchtigen. Die TA gilt als wichtiger Maßstab zur Bewertung der Kompatibilität eines Materials mit Recyclingprozessen bei dessen Einsatz als Rohstoff für Post-Consumer-Rezyklate. Materialien, deren Kompatibilität mit Recyclingprozessen nicht überprüft wurde, können Prozessstörungen oder Qualitätsverluste verursachen und dadurch das tatsächliche Recycling erschweren.
Mit diesem Ergebnis hat SK chemicals eine maßgebliche Bestätigung für den Wert seines vielfältigen Polyester-Portfolios als Recyclingrohstoff erhalten – von Copolyestern bis PET sowie von recycelten bis hin zu Neuware-Materialien. Während recycelte Materialien üblicherweise danach bewertet werden, ob und in welchem Umfang sie wiederaufbereitete Rohstoffe aus Kunststoffabfällen enthalten, betrachtet die Branche ebenso die Frage, ob entsorgte Kunststoffe selbst erneut zu Rohstoffen verarbeitet werden können, als entscheidenden Maßstab für Recyclingfähigkeit.
Selbst wenn ein Material beispielsweise zu 100 % aus recyceltem PET besteht, kann es nicht zu einer kontinuierlichen Kreislaufstruktur beitragen, wenn es nach der Nutzung aufgrund prozessbedingter Probleme nicht erneut recycelt werden kann und letztlich entsorgt oder deponiert wird. Experten betonen daher, dass der Aufbau eines nachhaltigen Recycling-Ökosystems voraussetzt, dass Materialien zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssen sowohl recycelte Inhalte enthalten (Recycled) als auch selbst recycelbar sein (Recyclable).
Ahn Jae-hyun, CEO von SK chemicals, erklärte: „Diese Bestätigung ist eine offizielle Anerkennung der Zirkularität unserer Materialien als Recyclingrohstoff und stellt eine zentrale Säule der vollständigen Kreislaufstruktur dar, die wir aufbauen. Um eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu etablieren, werden wir weiterhin technisches Know-how im Recyclingbereich aufbauen und unsere Wettbewerbsfähigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Rohstoff bis zur Kommerzialisierung – stärken sowie die Zusammenarbeit mit europäischen Kunden und weiteren Partnern ausbauen."
Zu den sieben bewerteten Produkten gehören fünf Copolyester-Produkte der ECOTRIA-CLARO-Familie sowie zwei Produkte der allgemeinen SKYPET-Familie. Die fünf ECOTRIA-CLARO-Produkte – ECOTRIA CLARO 100, ECOTRIA CLARO 200, ECOTRIA CLARO 300, ECOTRIA CLARO 100 CR50N und ECOTRIA CLARO 200 CR50N – erhielten die Einstufung „Full Compatible". Dies bedeutet, dass sie ohne Einschränkungen innerhalb des gesamten PET-Recyclingprozesses gemeinsam recycelt werden können. Die beiden SKYPET-Produkte SKYPET BR und SKYPET BR-V erhielten die Einstufung „Limited Compatible", was bedeutet, dass sie unter bestimmten Prozessbedingungen recycelt werden können.
Bereits im vergangenen Jahr hatte SK chemicals mit seiner kreislaufbasierten Recycling-PET-Lösung SKYPET CR durch ein Letter of Compatibility (LoC) von RecyClass die höchste Bewertung der Klasse A erhalten. Diese Bewertung prüft, ob das strukturelle Design eines Behälters mit bestehenden Recyclingprozessen kompatibel ist, und dient als Maßstab dafür, ob der Behälter im tatsächlichen Recyclingprozess problemlos verarbeitet werden kann. Die Flasche bestand aus den Materialien SKYPET CR BB und SKYPET CR BL.

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In Thüringen ist ein großangelegtes Forschungsprojekt zur nächsten Generation der Nanostrukturierung gestartet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena entwickeln gemeinsam eine Hochpräzisionsmaschine, die Nanostrukturen auf Flächen von bis zu einem Quadratmeter erzeugen und vermessen soll. Die geplante 3D-Nanolithographie- und Nanomessmaschine (3D-NLM) soll dabei eine Positionierungsgenauigkeit erreichen, die kleiner ist als ein Atom. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die erste Projektphase bis 2027 im Rahmen des Programms „Neue Geräte für die Forschung“ mit vier Millionen Euro.
Mit dem Vorhaben zielt das Konsortium auf eine Größenordnung, die bestehende Anlagen deutlich übertrifft. Bisher lassen sich hochpräzise Nanostrukturen auf photonischen Bauteilen nach Angaben der Projektbeteiligten nur bis zu einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern zuverlässig herstellen. Die neue Anlage soll Bearbeitungen und Messungen von Bauteilen mit Kantenlängen von bis zu einem Meter ermöglichen – und damit eine mehr als dreifache Vergrößerung der nutzbaren Fläche erschließen. Die Entwicklungsarbeiten an der Maschine sind angelaufen; das Gesamtprojekt ist in drei Phasen bis 2032 angelegt.
Nanostrukturen gelten seit rund zwei Jahrzehnten als Schlüsseltechnologie, weil sie Licht gezielt beeinflussen können, indem sie dessen Wellenlänge und Ausbreitung steuern. Solche Strukturen finden sich bereits heute in großflächigen Bauteilen, etwa in Displays moderner Fernsehgeräte, die auf Nanotechnologie basieren. Nach Einschätzung der Forscherinnen und Forscher reicht die Genauigkeit bestehender industrieller Lösungen jedoch nicht aus, um künftige Anforderungen in zentralen wissenschaftlichen und technologischen Anwendungsfeldern zu erfüllen.
Die in Thüringen entstehende 3D-NLM soll genau diese Lücke adressieren. Perspektivisch könnte die Maschine zur Fertigung und Charakterisierung elektronischer und photonischer Schaltkreise ebenso eingesetzt werden wie zur Herstellung von Hochleistungsoptiken für die Erdbeobachtung. Auch in der Energieforschung sehen die Projektpartner potenzielle Einsatzfelder. Durch die Kombination aus großflächiger Bearbeitung und atomnaher Präzision erhoffen sich die Beteiligten einen technologischen Sprung, der sowohl der Grundlagenforschung als auch der Entwicklung neuer Komponenten in der Optik- und Elektronikindustrie zugutekommen könnte.